Sie sind in einer anderen christlichen Gemeinschaft getauft und möchten katholisch werden? Oder Sie überlegen vielleicht noch und haben dazu einige Fragen? Herzlich willkommen! Schön, dass Sie darüber nachdenken!
Sie sind bereits getauft. Dadurch gehören Sie bereits zur weltweiten Gemeinschaft der Christ:innen. Die Taufe mit Wasser vereint uns. Es gibt allerdings eine Vielzahl von konkreten Kirchen und Gemeinschaften, die sich darin unterscheiden, wie sie den christlichen Glauben leben und feiern. So haben auch der katholische Glaube und das Leben in der katholischen Kirche ihre eigene Prägung und ihr eigenständiges Profil.
Es freut uns, dass Sie sich für dieses katholische Profil interessieren. Auch wenn Sie als Christ:in Ihre Wurzeln in einer anderen Kirche oder Gemeinschaft haben, können Sie sich für die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche entscheiden und hier eine neue Glaubensheimat finden.
Ein Übertritt zur Katholischen Kirche, oft als Konversion bezeichnet, ist ein bedeutender Schritt – persönlich, spirituell und gemeinschaftlich. Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Informationen, um diesen Schritt zu gehen.
Nehmen Sie am besten Kontakt mit der Pfarrei auf, in der Sie wohnen. In einem ersten Gespräch mit einem:r Seelsorger:in klären Sie Ihre Fragen und sprechen in der Regel auch über Ihre Motivation, katholisch werden zu wollen. Gemeinsam schauen Sie, wie der Weg dahin gestaltet werden und wer Sie begleiten kann. Falls Sie nicht wissen, welche Pfarrei für Sie zuständig ist, können Sie dies über den Bistumsatlas, das bundesweite Pfarreienverzeichnis oder den Pfarreienfinder herausfinden.
Der Übertritt zur katholischen Kirche ist ein bedeutsamer Schritt. Deswegen folgt dem ersten Gespräch in der Regel eine Zeit der Vorbereitung und Begleitung.
Sie haben Gelegenheit, sich mit dem katholischen Glauben, den Gebräuchen, der Gemeinde und auch den Gottesdiensten vertraut zu machen und diese kennenzulernen. Wenn Sie das wünschen, werden Sie auf diesem Weg begleitet. Begleiter:innen können Seelsorger:in, Freund:innen, der:die Lebenspartner:in, Familienangehörige oder Personen aus der Pfarrgemeinde sein. An einigen Orten gibt es Angebote oder Glaubenskurse für Menschen, die Interesse an einem Übertritt haben. Auch eine Begleitung durch Einzelgespräche ist möglich.
Im Idealfall ist die Vorbereitung und Begleitung daraufhin abgestimmt, dass Sie den Schritt gut gehen können.
Wenn Ihr Entschluss gereift ist, katholisch zu werden, stellen Sie zusammen mit Ihrer:m Seelsorger:in den formalen Antrag zur Aufnahme in die katholische Kirche. Dazu müssen Sie einen Nachweis Ihrer Taufe und eine Bescheinigung über den Austritt aus Ihrer bisherigen Kirche oder Gemeinschaft vorlegen.
Die Aufnahme erfolgt in der Regel in einem Gottesdienst – im kleinen Kreis oder mit der Gemeinde – bei dem Sie das Glaubensbekenntnis sprechen. In der Regel ist mit der Aufnahme auch der Empfang des Sakraments der Firmung verbunden.
Falls Sie weitere Informationen benötigen, werfen Sie gerne einen Blick auf die Liste der FAQs oder aber Sie rufen unser bundesweites Infotelefon (08 00 - 35 52 233) an.
Der Übertritt in die Gemeinschaft der katholischen Kirche ist für getaufte Christ:innen aus einer anderen Konfession möglich.
Wer noch nicht getauft ist oder in einer Gemeinschaft getauft wurde, deren Taufe von der katholischen Kirche abweicht und deshalb von ihr nicht als gültig anerkannt wird (z.B.: Mormonen, Zeugen Jehovas etc.), durchläuft den Weg der Erwachsenentaufe.
Wer getauft ist und zu einem früheren Zeitpunkt bereits der katholischen Kirche angehört hat, dann aber zu einer anderen Glaubensgemeinschaft gewechselt ist, kommt durch einen Wiedereintritt in die volle Gemeinschaft der katholischen Kirche zurück.
Die einzelnen Schritte sind oben skizziert. In der Regel werden die konkrete Handhabung und Begleitung an Ihre Situation angepasst. Der Übertritt bzw. die Aufnahme in die katholische Kirche selbst findet in einem gottesdienstlichen Rahmen statt.
Das hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. In der Regel dauert die Vorbereitung einige Wochen bis Monate. Es ist keine feste Dauer vorgesehen.
Sie müssen (in einer christlichen Kirche, deren Taufe von der katholischen Kirche anerkannt wird) bereits getauft sein. Falls nicht, erfolgt die Aufnahme über eine Taufe – siehe Erwachsenentaufe.
Wenn Sie noch Mitglied einer anderen Kirche oder Gemeinschaft sind, müssen Sie, um übertreten zu können, zunächst nach staatlichem Recht Ihren Austritt aus dieser erklären.
Sowohl ein Nachweis der Taufe als auch eine Kopie des Austritts sind mit dem Antrag einzureichen.
Wenn es Ihnen nicht möglich ist, einen Nachweis Ihrer Taufe vorzulegen, gibt es die Möglichkeit, Ihre Taufe durch Zeugen oder Sie selbst, sofern Sie sich daran erinnern, anerkennen zu lassen. Wenn nicht sicher ist, ob Sie getauft sind oder nicht, erfolgt in der Regel hilfsweise eine Erwachsenentaufe, um sicherzugehen, dass Sie spätestens dann getauft sind.
Nein, seitens der katholischen Kirche fallen dafür keine Kosten an. Wenn Sie noch Mitglied einer anderen Kirche oder Gemeinschaft sind und nach staatlichem Recht Ihren Austritt aus dieser erklären, wird dafür in der Regel von der zuständigen Behörde eine Gebühr erhoben.
Sobald Sie der katholischen Kirche angehören, tragen Sie dann ggf. durch Ihre Kirchensteuer zur Arbeit der Kirche bei.
Der Übertritt zur katholischen Kirche ist für uns als Kirche mehr als ein formaler Akt. Er ist auch eine bewusste Entscheidung für den Glauben, die Gemeinschaft und die Sakramente. Sie bedeutet, sich in die Tradition der Kirche einzufügen und den eigenen Glauben in dieser kirchlichen Gemeinschaft leben zu wollen. Dieser Schritt wird von der Kirche ernstgenommen und ist deswegen in der Regel verbunden mit einer Phase der Vorbereitung, des Kennenlernens und der persönlichen Reflexion. Die Aufnahme in die katholische Kirche ist außerdem ein Grund zur Freude, weshalb sie feierlich begangen werden kann.
Nein, es ist kein Muss. Aber es ist durchaus üblich und folgerichtig, denn neben der Taufe sind die Sakramente der Firmung und der Eucharistie (Kommunion) zentrale Schritte zur vollständigen Aufnahme in die Gemeinschaft der katholischen Kirche. Deswegen bekommt der Priester, der die Konversion durchführt, in der Regel vom Bischof den Auftrag, Sie im Zuge der Aufnahme auch zu firmen. Es ist aber auch möglich, an der Erwachsenenfirmung des (Erz)Bistums teilzunehmen. Die konkrete Gestaltung der Firmung (und auch den Empfang der ersten Kommunion) besprechen Sie am besten vor Ort.
Nein, für die Aufnahme in die katholische Kirche brauchen Sie keinen Paten oder Patin. Für die Firmung sollte Ihnen aber ein Pate oder eine Patin zur Seite stehen, sofern das möglich ist, um Sie in Ihrem Leben als katholische Christin oder katholischer Christ zu begleiten.
Der Katechismus der Katholischen Kirche
Verlag R. Oldenbourg, München, 1993.
Eine ausführliche, kirchenamtlich autorisierte Zusammenstellung der katholischen Glaubenslehre, wie sie sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelt hat.
Valentino Hribernig-Körber
Was ist katholisch?
Alles Wissenswerte auf einen Blick
Kösel-Verlag, 2. Auflage, München 2010.
(Neuauflage 2020 erwartet.)
Bertram Stubenrauch
Warum Christsein klug ist.
Orientierung am Apostolischen Glaubensbekenntnis
Verlag Schnell &Steiner, Regensburg 2016.
Gerhard Lohfink
Der christliche Glaube erklärt in 50 Briefen
Herder-Verlag, Freiburg i.Br. 2018.
Katholisch und trotzdem okay.
Benno-Verlag Leipzig 2000
Flott im Wechsel von Comic- und Themenseiten geschrieben gibt das Buch Antwort auf die Fragen nach Leben und Glauben der Katholiken.
Die Pfarrgemeinde, in der sie wohnen, ist Ihr erster Ansprechpartner.
Sie wissen nicht genau, wer zuständig ist? Dann klicken Sie doch bitte im Internet auf
Bistum Eichstätt: Pfarreienfinder
Oder sie starten eine Anfrage an thomas.hoehn@erzbistum-bamberg.de.
Hinweise für Pfarrverantwortliche, Formalien
Grundinformationen zum Thema Erwachsenentaufe, Wiedereintritt oder Konversion erhalten Sie über den Fachbereich Gemeindekatechese.
Kirchenrechtliche Fragen und den entsprechenden Antrag (siehe Anhang unten auf der Seite) richten Sie an das Generalvikariat.